Autismus

Autismus mit industriellen Lebensmitteln oder Umwelt verbunden

Eine neue Studie in Klinische Epigenetik schlägt vor, dass die Epidemie von Autismus unter Kindern in den USA mit der typischen amerikanischen Diät verbunden werden kann. Die Studie von Renee Dufault und seinem Team untersucht, wie Mineralstoffdefizite, die durch Ernährungsfaktoren beeinflusst werden, wie z. B. Fructose - Maissirup (HFCS), möglicherweise einen Einfluss darauf haben, wie sich der menschliche Körper von häufig giftigen Chemikalien wie Pestiziden und Quecksilber.
Die Veröffentlichung erfolgt kurz nachdem die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC) einen Bericht veröffentlicht haben, der eine Zunahme der Autismus-Spektrum-Störung (ASD) von 78% bei den Achtjährigen zwischen 2002 und 2008 schätzt. Gegenwärtig leidet 1 von 88 Kindern an ASD, wobei die Rate bei Jungen fast fünfmal höher ist als bei Mädchen.
Dr. David Wallinga, ein Arzt am Institut für Landwirtschaft und Handelspolitik (IATP) und Co-Autor der Studie, sagte:

"Um der Explosion von Autismus besser entgegenwirken zu können, müssen wir berücksichtigen, wie ungesunde Diäten die Fähigkeit des Körpers beeinträchtigen, giftige Chemikalien zu eliminieren, und letztendlich unser Risiko für langfristige Gesundheitsprobleme wie Autismus."

Der Hauptautor, Commander René Dufault (US Public Health Service), ein ehemaliger Toxikologe der Food and Drug Administration (FDA), entwickelte einen innovativen wissenschaftlichen Ansatz namens "Makroepigenetik", der die subtilen Nebenwirkungen des HFCS-Konsums beschreibt als andere Ernährungsfaktoren auf den menschlichen Körper und ihre Beziehung zu chronischen Erkrankungen. Mithilfe des Modells können Forscher sowohl Ernährungs- und Umweltfaktoren als auch genetische Faktoren berücksichtigen und beobachten, wie diese interagieren und zu möglichen Entwicklungen eines bestimmten Gesundheitsergebnisses beitragen.
Dufault, der auch ein lizenzierter Sonderschullehrer und Gründer des Instituts für Lebensmittelzutat und Gesundheit (FIHRI) ist, bemerkt:
"Da die Autismusraten explodieren, steht unser öffentliches Bildungssystem unter extremem Stress."

Die Autoren fanden im Rahmen der aktuellen Studie heraus, dass die Zahl autistischer Kinder, die in den USA sonderpädagogische Angebote erhalten, zwischen 2005 und 2010 um 91% gestiegen ist.
Angesichts der Tatsache, dass Autismus und verwandte Störungen die Entwicklung des Gehirns beeinflussen, haben die Forscher beschlossen, herauszufinden, wie Umwelt- und Ernährungsfaktoren wie der Konsum von HFCS zusammen zur Störung beitragen können. Zum Beispiel ist der Verzehr von HFCS mit dem Verzehr von Zink in der Nahrung verbunden. Zink-Insuffizienz hat einen negativen Einfluss auf die Fähigkeit des Körpers, Schwermetalle zu eliminieren. Mehrere Schwermetalle, einschließlich Arsen, Cadmium und Quecksilber, sind starke Giftstoffe, die sich negativ auf die Entwicklung des Gehirns von Kleinkindern auswirken.
Andere nützliche Mineralstoffe, wie Kalzium, werden ebenfalls durch den HFCS-Konsum beeinflusst, da ein Verlust von Kalzium die verheerenden Auswirkungen der Exposition gegenüber Blei auf Föten und die Entwicklung des kindlichen Gehirns weiter verschlimmert. Unzureichende Kalziumspiegel können auch die Fähigkeit des Körpers beeinträchtigen, Organophosphate loszuwerden, die zu einer Klasse von Pestiziden gehören, die die EPA ebenso wie unabhängige Wissenschaftler seit langem als besonders toxische Auswirkungen auf das sich entwickelnde junge Gehirn erkannt haben.
Dr. Richard Deth, Professor für Pharmakologie an der Northeastern University und Co-Autor der Studie erklärte:
"Anstatt unabhängige Risikoquellen zu sein, sind Faktoren wie die Ernährung und die Exposition gegenüber toxischen Chemikalien kumulativ und synergistisch in ihrem Potenzial, die normale Entwicklung zu unterbrechen. Diese epigenetischen Effekte können auch über Generationen hinweg übertragen werden diese neue epigenetische Perspektive in Präventions-, Diagnose- und Behandlungsstrategien. "

Wie und warum Kinder Autismus entwickeln, ist ein komplexes Problem, das von zahlreichen verschiedenen Faktoren beeinflusst wird. Diese Studie hat einen Einblick in die umfassende Interaktion zwischen mehreren Faktoren gegeben, die zur Entwicklung dieser schwächenden neurologischen Entwicklungsstörung führen könnten. Um die Autismus-Epidemie in den USA zu bekämpfen, müssen Forscher jedoch weiterhin die Auswirkungen industrieller Nahrungsmittelsysteme und die Exposition gegenüber Umweltgiften auf ASD untersuchen. Diese Faktoren sind von entscheidender Bedeutung, und weitere Forschung muss sich auf diese Schlüsselbereiche konzentrieren, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen.
Geschrieben von Petra Rattue

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